Wenn die Titanic im Blitzlicht zerbricht – tüftelCamp bei der Thermoplan in Weggis
Eine Woche lang haben 13 Jugendliche beim tüftelCamp in Weggis eigene Kugelbahnen konstruiert, gebaut und programmiert. Begleitet wurden sie von Lernenden der Thermoplan AG und haben so verschiedene technische Berufe hautnah kennengelernt.
Weggis, 2. Oktober 2026 – Eine Kugel rollt durch ein Flugzeug aus dem Verkehrshaus, saust an Zügen vorbei, die Titanic zerbricht im Blitzlicht, und Flipperkästen schiessen Kugeln wieder nach oben: Was am Freitagnachmittag im Auditorium der Thermoplan AG zu sehen war, erinnerte eher an einen Freizeitpark als an eine Werkstatt. Vom 28. September bis 2. Oktober entwickelten 13 Tüftlerinnen und Tüftler ab der 6. Klasse im tüftelCamp «Chugelibahn Battle» in Dreierteams ihre eigenen Kugelbahnen. Jede Bahn erzählt eine eigene Geschichte, ähnlich wie die Achterbahnen im Europa-Park.

Von der Idee bis zur fertigen Anlage
Am Montag stand die Ideenfindung im Zentrum: Die Teams entwickelten ihre Story, sammelten Ideen und zeichneten erste Bauteile am Computer. Anschliessend stellten sie ihre Komponenten mit 3D-Drucker und Lasercutter selbst her. Am Dienstag lernten sie, mit Arduino zu programmieren, um Sensoren und Aktoren anzusteuern. Am Donnerstag und Freitag wurde montiert, getestet und optimiert, bis alles lief.
Zum Höhepunkt gehörte ein Wettrennen: Fünf Kugeln starten gleichzeitig – doch welche kommt zuerst unten an? Das Besondere: Die Bahnen sind interaktiv. Über Gestensensoren, Buttons und Touchsensoren steuert das Publikum Weichen oder Flipper und nimmt so direkt Einfluss auf das Geschehen. Am Freitag präsentierten die Teams ihre Anlagen an der Abschluss-Challenge vor Familie und Gästen.
«Es war eine coole und spannende Woche und ich finde es unglaublich, was wir alles in fünf Tagen erschaffen haben. Besonders toll fand ich, dass wir nicht einfach nur eine Kugelbahn gebaut haben, sondern auch noch die Firma und ihre Berufsmöglichkeiten entdecken konnten.», erzählt Mara.
Berufe erleben – mit Lernenden als Begleitung
Eine tragende Rolle spielten die Lernenden der Thermoplan AG. Sie begleiteten die Teams die ganze Woche, brachten ihr Wissen aus Konstruktion, Mechanik und Automation ein und stellten jeden Tag ihren Beruf vor: Konstrukteur:in, Mechanikpraktiker:in, Polymechaniker:in und Automatiker:in. Bei einem Rundgang durch das Unternehmen sahen die Jugendlichen, wo und wie die Lernenden arbeiten und was die Thermoplan täglich umsetzt.
So konnten die Teilnehmenden nicht nur spannende Projekte umsetzen, sondern auch ihre eigenen Talente und Stärken entdecken. Ebenso wertvoll ist die Erfahrung, welche Tätigkeiten einem vielleicht weniger liegen – eine wichtige Grundlage für die spätere Berufswahl.

«Es war schön zu sehen mit wie viel Begeisterung und Kreativität die Kinder dabei waren.Wir konnten sie die ganze Woche unterstützen und schauen, wie sich die Kugelbahnen weiterentwickelten und vielleicht sitzt die eine oder der andere ja bald bei uns und erschnuppert die Berufe, welche wir vorstellten.», sagt Gilles Fischer, Lernender Konstrukteur bei der Thermoplan AG.
Das Camp war eine echte Teamleistung: Die Jugendlichen arbeiteten gemeinsam an ihren Anlagen, unterstützt vom tüftelPark und den Lernenden der Thermoplan AG.

Über den tüftelPark
Der tüftelPark ist eine MINT- und Berufsorientierungsangebot aus der Zentralschweiz. Mit praxisnahen Workshops, Camps und Angeboten für Schulklassen ermöglicht er Kindern und Jugendlichen, Technik selbst auszuprobieren, eigene Ideen umzusetzen und Berufe aus erster Hand kennenzulernen. Weitere Angebote, etwa die Workshops am Mittwochnachmittag, gibt es unter www.tueftelpark.com.
Medienkontakt
Cedrik Brunner, tüftelPark
info@tueftelpark.com | +41 41 562 71 92



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