Mario Kart & Minecraft im tüftelCamp in Sarnen
Eine Woche lang haben 11 Jugendliche beim tüftelCamp in Sarnen eigene Kugelbahnen konstruiert, gebaut und programmiert. Unterstützt wurden sie von Lernenden von Leister und maxon und lernten so verschiedene technische Berufe hautnah kennen.
Sarnen, 9. Oktober 2026 – Die Kugel startet, nimmt Anlauf und schiesst über eine Rennstrecke, die direkt aus Mario Kart stammen könnte. Kurve um Kurve rast sie durch kantige Blocklandschaften im Minecraft-Stil, bis eine Weiche entscheidet, welchen Weg sie nimmt. Was am Freitag in Sarnen zu sehen war, lief allerdings nicht auf einem Bildschirm, sondern war echt, gebaut und zum Anfassen. Vom 5. bis 9. Oktober entwickelten 11 Tüftlerinnen und Tüftler im tüftelCamp in Teams ihre eigenen Kugelbahnen.
Von der ersten Skizze bis zur fertigen Bahn
Am Anfang stand eine Frage: Wie bringt man eine Rennstrecke in eine Bahn? Die Teams entwickelten ihre Story, sammelten Ideen und zeichneten erste Bauteile am Computer. Danach liefen 3D-Drucker und Lasercutter heiss, und Stück für Stück entstanden die Komponenten, die später zu einer Bahn zusammenwachsen sollten. Mit Arduino lernten die Jugendlichen, Sensoren und Aktoren anzusteuern und ihren Bahnen so Leben einzuhauchen.
In der zweiten Wochenhälfte wurde montiert, getestet und nachjustiert. Nicht jeder Versuch klappte auf Anhieb: Mal war eine Kurve zu eng, mal eine Rampe zu steil. Doch genau darin liegt der Reiz des Tüftelns – ausprobieren, Fehler finden, verbessern, bis die Kugel endlich so rollt, wie sie soll.

Abbildung 1: Rennstrecke trifft Minecraft – eine der Kugelbahnen im Detail
Lernende als Wegbegleiter:innen
Eine tragende Rolle spielten die Lernenden von Leister und maxon. Sie begleiteten die Teams durch die Woche, gaben Tipps beim Konstruieren und Programmieren und halfen weiter, wenn es irgendwo klemmte. Gleichzeitig gewährten sie Einblick in ihren Berufsalltag und zeigten, welche Wege eine technische Lehre eröffnet. Am Dienstag und Mittwoch waren Exkursionen zu den beiden Unternehmen geplant, um den Arbeitsplatz vor Ort besichtigen zu können. So erlebten die Teilnehmenden die Berufe im direkten Austausch mit jungen Berufsleuten, die selbst vor wenigen Jahren vor der Berufswahl standen.

Abbildung 2: Tüftler:innen und Lernende arbeiten gemeinsam an der Kugelbahn
Gut gebaut ist halb gewonnen
Eine Bahn zu bauen ist das eine, sie überzeugend vorzustellen das andere. Deshalb erhielten die Jugendlichen von der Obwaldner Kantonalbank einen Input zum Thema Präsentieren: Wie baue ich eine Präsentation auf? Wie trete ich vor Publikum auf? Und wie begeistere ich andere für meine Idee?
Mit diesen Tipps im Gepäck traten die Teams am Freitag vor Familie und Gäste. Sie erklärten ihre Spielwelten, zeigten die Technik hinter den Kulissen und schickten ihre Kugeln vor den Augen des Publikums ins Rennen.

Abbildung 3: Am Freitag präsentierten die Teams ihre Kugelbahnen vor Publikum
Über den tüftelPark
Der tüftelPark ist ein MINT- und Berufsorientierungsangebot aus der Zentralschweiz. Mit praxisnahen Workshops, Camps und Angeboten für Schulklassen ermöglicht er Kindern und Jugendlichen, Technik selbst auszuprobieren, eigene Ideen umzusetzen und Berufe aus erster Hand kennenzulernen. Weitere Angebote, etwa die Workshops am Mittwochnachmittag, gibt es unter www.tueftelpark.com.
Medienkontakt
Cedrik Brunner, tüftelPark
info@tueftelpark.com | +41 41 562 71 92


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